GOÄ-Nr. LeistungAusschlüsseFaktor/Betrag in €
420Ultraschalluntersuchung Organe401- 406, 4351,0 = 4,66 €
2,3 = 10,72 €
3,5 = 16,32 €

GOÄ 420 – Häufige Fragen und Abrechnungstipps
zur Vermeidung von Honorarverlusten

Die GOÄ 420 bedeutet eine Ultraschalluntersuchung der Organe.

Bis zu dreimal darf diese Ziffer pro Sitzung angesetzt werden.

Ja, die Organe müssen neben der GOÄ 410 und GOÄ 420 angegeben werden.

Ja, dies ist mit einer individuellen und patientenbezogenen Begründung bis zum 3,5 fachen Satz möglich.

Dies ist z.B. bei einem Oberbauchultraschall mit 8 Organen der Fall. Dann können Sie ab dem 5 Organ die GOÄ 410 bis zum 3,5 fachen Satz mit dem zusätzlich geschallten Organ begründen. Ab dem 6 Organ können Sie die erste GOÄ 420 bis zum 3,5 fachen Satz steigern. Sollte noch ein Carotisultraschall oder ein Schilddrüsenultraschall durchgeführt werden, so sollten Sie den Patienten ein zweites Mal in Ihre Praxis bitten. Dies kann mit einer besseren Zeiteinplanung begründet werden. Dies ist nicht ungewöhnlich, weil auch Notfälle einberechnet werden müssen.

Warum sollte ich den Patienten ein zweites Mal in die Praxis einbestellen?

Grund Beispiel Carotisultraschall neben Oberbauchultraschall: An dem Tag können Sie nur einmal die GOÄ 410 und dreimal die GOÄ 420 ansetzen.
Grund Beispiel Schilddrüsenultraschall neben Oberbauchultraschall: Die GOÄ 417 ist nicht neben der GOÄ 410 abrechenbar.

Manche Körperregionen lassen sich unterteilen. Wenn dies der Fall ist, so kann die GOÄ Ziffer 410 und 420 bis zu dreimal ausgeschöpft werden. Bei der GOÄ entspricht einem Organ auch die untersuchte Körperregion. Die Ultraschalluntersuchung des Darmes, der Muskelgruppen, der Gelenke, Körperregionen Arm, Bein, Bauch- und Brustraum, Gefäße und/oder Lymphknoten, die intrakranielle Körperregion und der Skrotalbereich.

Beispiel:  intrakranielle Körperregion: linke und rechte Gehirnhälfte und Basilarisgefäße/Schädelbasis – insgesamt also drei Körperregionen. Würde man hier nur die GOÄ 410 berechnen, so hätte man 2 x die GOÄ Ziffer 420 verschenkt.

Sobald es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) handelt, sollten Sie mit dem Patienten ein Gespräch führen. Auch eine schriftliche Vereinbarung ist von Vorteil.

Ja, dies ist möglich. Bitte aber die Ausschlussziffern bei GOÄ 410-418 beachten.

Für das erste Auge wird analog zur GOÄ 410 die A 7015 angewendet. Das andere Auge ist analog zur Ziffer 420 ebenfalls mit der A 7015 berechnungsfähig.

Hier geht es zur Übersicht zu den GOÄ-Ziffern

GOÄ 420


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