GOÄ-Nr. LeistungAusschlüsseFaktor/Betrag in €
2Ausstellung von Wiederholungsrezepten und/oder Überweisungen und/oder Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen - auch mittels Fernsprecher- durch die Arzthelferin Neben der GOÄ Ziffer 2 sind keine anderen Leistungen abrechnungsfähig1,0 = 1,75 €
1,8 = 3,15 €
2,5 = 4,37 €

GOÄ Ziffer 2 – Häufige Fragen und Abrechnungstipps
zur Vermeidung von Honorarverlusten

Die GOÄ Ziffer 2 bedeutet die Ausstellung von Wiederholungsrezepten und/oder Überweisungen und/oder Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen – auch mittels Fernsprecher- durch die Arzthelferin und/oder Messung von Körperzuständen (z.B. Blutdruck, Temperatur) ohne Beratung, bei einer Inanspruchnahme des Arztes

Nein, diese Leistung darf nicht neben anderen GOÄ-Ziffern stehen.

Die GOÄ 2 darf so oft abgerechnet werden, wie sie erbracht worden ist. Sollte am selben Tag zweimal die Leistung erbracht werden, so ist bei beiden Ziffern unbedingt die Uhrzeit erforderlich.

Beispiel: Bekommt ein Patient eine Überweisung ohne eine ärztliche Beratung, so kann die GOÄ 2 abgerechnet werden. Sobald weitere ärztliche Leistungen stattfinden, kann die GOÄ 2 z.B. nicht neben einer ärztlichen Beratung z.B. GOÄ Ziffer 1 stehen.

Die Kombination GOÄ Ziffer 1 und 2 GOÄ ist nicht möglich.

Ausnahme: Der Patient kommt am selben Tag zu zwei unterschiedlichen Uhrzeiten

Bei dem ersten Kontakt ist die GOÄ 2 berechenbar.

Bei dem zweiten Kontakt am selben Tag ist die z.B. GOÄ Ziffer 1 oder GOÄ 3 abrechenbar.

Wichtig: Bei beiden Ziffern muss die Uhrzeit vermerkt werden.

  • Ausstellung von Wiederholungsrezepten und/oder Überweisungen – auch mittels Fernsprecher- (nach Rücksprache mit dem Arzt)
  • Übermittlung von Befunden – auch mittels Fernsprecher – (Abrechnung auch möglich, wenn ein Betreuer oder Pfleger des Patienten diese erhält)
  • Übermittlung von ärztlichen Anordnungen – auch mittels Fernsprecher – (Berechnung auch möglich, wenn ein Betreuer oder Pfleger des Patienten diese übermittelt bekommt)
  • Kontrolle von Körperzuständen: Blutdruck und/oder Puls oder Temperatur messen, Gewichtskontrolle (es genügt schon eine Leistung, damit die GOÄ Ziffer 2 angesetzt werden kann)
  • Ausstellung von Wiederholungsrezepten und/oder Überweisungen – auch mittels Fernsprecher- (ohne Beratung)
  • Übermittlung von Befunden  – auch mittels Fernsprecher- (ohne Beratung, Abrechnung auch möglich, wenn ein Betreuer oder Pfleger des Patienten diese erhält)
    Sobald die Auskunft über den Inhalt einer der Befundmitteilung hinausgeht, sind die ärztlichen Gesprächsziffern z.B. nach GOÄ 1 oder GOÄ 3 möglich.
  • ärztlichen Anordnung – auch mittels Fernsprecher- (ohne Beratung, Berechnung auch möglich, wenn ein Betreuer oder Pfleger des Patienten diese übermittelt bekommt)
Ja dies ist möglich. Laut § 10 Absatz 3 GOÄ dürfen Versand- und Portokosten vom Arzt berechnet werden. Aber: Privatrechnungen dürfen nicht mit Porto berechnet werden.

Dies ist bis zum 2,5 fachen Satz möglich. Wichtig ist eine individuelle patientenbezogene Begründung. Zwei Beispiele: Die Befunde die übermittelt werden sind sehr viele. Die Befundmitteilung durch den Arzt dauert überdurschnittlich lange.

Dies ist nicht möglich.

Ausnahme: Der Patient kommt am selben Tag zu zwei verschiedenen Uhrzeiten. (Ausnahme GOÄ 100: Arzt kommt zu dem Patienten)

Wichtig: Bei beiden Ziffern muss die Uhrzeit eingetragen werden.

Dies ist nicht möglich. In der Legende der 2 GOÄ heißt es „ Inanspruchnahme des Arztes“. Die Berechenbarkeit der 2 GOÄ  ist bei einer Inanspruchnahme des Arztes nicht neben anderen Leistungen abrechnungsfähig. Der Ausschuss sieht die Messung von Körperzuständen als persönlich zu erbringende Leistung des Wahlarztes  oder ständigen ärztlichen Vertreters an. Der Ausschuss hält eine Delegation dieser Leistung im Krankenhaus für ausgeschlossen.


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