GOÄ-Nr.LeistungAusschlüsseFaktor/Betrag in €
50Besuch1, 3, 5, 45-48, 52, 4351,0 = 18,65 €
2,3 = 42,90 €
3,5 = 65,28 €

GOÄ 50 – Häufige Fragen und Abrechnungstipps
zur Vermeidung von Honorarverlusten

Die GOÄ 50 bedeutet ein Besuch bei einem Kranken. Die Beratung und die symptombezogene Untersuchung ist in der GOÄ 50 schon enthalten.

Das ist nicht möglich, da bei einem Totem keine Beratung mehr möglich ist.

1. Ausnahme: Es ist nur möglich, wenn der Patient zu Beginn der Untersuchung noch lebt. Begründung muss eingetragen werden.
2. Ausnahme: Wenn z.B. Angehörige den Arzt bei dem noch lebenden / sterbenden Patienten kontaktieren, so kann die GOÄ 50 mit Begründung neben der GOÄ 100 abgerechnet werden.  Der Patienten darf zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht verstorben sein.

Das Wegegeld ist neben der GOÄ 50 abrechenbar. Gegebenenfalls sind auch Zuschläge E-H berechenbar, falls der Besuch zu einer besonderen Zeit erbracht worden ist. Bei Kindern, welche noch nicht das 4. Lebensjahr erreicht haben, ist zusätzlich der Zuschlag K2 abrechenbar. Auch die GOÄ-Ziffern 4, 6-8, 34,15, 800, 801, 849 und alle Sonderleistungen sind neben der GOÄ Ziffer 50 abrechenbar.

Die GOÄ 50 und 7 sind nebeneinander abrechenbar.

Mögliche Begründungen sind:

  • erhöhter zeitlicher Aufwand bei beratungsintensivem Krankheitsbild
  • erhöhter zeitlicher Aufwand aufgrund eines schwierigen Krankheitsbild
  • erschwerende Symptomenvielfalt
  • Schwere der Grunderkrankung
  • eingehende zeitaufwändige Beratung bei schwierigem Krankheitsbild
  • komplizierte Lagerung
  • zeitaufwändige Untersuchung
  • erhöhter Zeitaufwand bis der Patient entkleidet ist
  • erhöhte Wartezeit für Arzt, die vom Patienten ausging

Das ist möglich, wenn das Krankenhaus keine regelmäßige Arbeitsstelle für Sie als Arzt bedeutet. Erkennbar ob es eine regelmäßige Arbeitsstelle ist: regelmäßig vereinbarte Zeiten. Auch bei einer ungeplanten Hinzuziehung in einem Notfall ist der Besuch abrechenbar.

Die GOÄ Ziffer 50 darf weder neben noch anstelle der GOÄ 45 oder GOÄ 46 berechnet werden.

Dann müssen Sie dem Patienten die GOÄ 50 als Selbstzahlerleistung berechnen.


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